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Kindl - Oder Pflegefehler?

Wie die Überschrift villeicht schon sagt, habe ich mein erstes Kindl mehr als Schock erlebt als als Freude. Damals war ich, was meine Zimmerpflanzen anging, noch eher im Stadium "lass sie halt machen, wenn die Blätter gelb werden gieß ich halt mal." Und die Orchidee teilte sich den Raum mit einem Pfennigbaum ,der meinen Auslandsaufenthalt mit Ersatzpflegemama nicht wirklich überstanden hat und nur noch vor sich hinkränkelte, und einer Efeutute, die vor allem aus grünem Stamm und einigen Blättern bestand, die sie in schöner Regelmäßigkeit abwarf.
Der Orchidee ging es, von allen Pflanzen, scheinbar am besten. Woran das aber lag, kann ich nicht sagen. Sie stand sehr ungünstig (Zimmer ist sehr dunkel) und gegossen habe ich sie auch nur sporadisch - mal zu viel, mal zu wenig.
Wenig verwunderlich also, dass sie nach ihrer ersten Blüte (die, mit der sie verkauft wurde) und dem Rückschnitt des vertrockneten Teils des Stängels nichts mehr tat.

Irgendwann, ich hatte schon wieder wochenlang nicht genauer hingeguckt, was die Dame macht, nur ab und an ein bisschen Wasser oder Tee in den Kübel gekippt, weil sich ja sowieso nix tat, fiel mir ein kleiner Knubbel am abgeschnittenen Stiel auf. Ein neuer Blütentrieb?

Ich war auf jeden fall sehr begeistert und schenkte der Dame wieder etwas mehr Aufmerksamkeit. Sie wurde nun regelmäßiger nass (auch wenn ich damals noch dachte, dass ich eigentlich zu wenig goss - im Nachhinein ist meine Faulheit wohl durchaus positiv zu bewerten) und nach ein bisschen gelangweilter Recherche im Internet wurde sie einmal mit Süßstoff gedüngt, was angeblich die Blütenbildung anregt.
Aber es tat und tat sich nichts.
Die Luftwurzln wurden etwas aktiver und bekamen grüne Spitzen, der Knubbel wurde etwas größer, aber ein Stängel, wie ich ihn erwartet hatte, ließ auf sich warten.

Irgendwann bemerkte ich das erste kleine Blättchen am Knubbel und prompt stellte sich Irritation bei mir ein.
Sollte da nicht ein Stängel oder eine Knospe wachsen? Aber egal. Einer Pflanze, die wächst kann es ja nicht allzu schlecht gehen. Also kümmerte ich mich nicht weiter um das Blatt und wartete gelangweilt auf den Blütenstängel, der ja jetzt jederzeit kommen müsste....
Was allerdings nicht der Fall war.
Nur die Blätter wuchsen lustig vor sich hin und verliehen meiner Orchidee ein etwas missratenes Aussehen.

Nach einem halben Jahr waren die beiden Blätter schon fingerlang und die ersten Luftwürzelchen zeigten sich. Aber von Blüten keine Spur.
Langsam nervte mich die Orchidee ziemlich, schließlich zeigte sie mir doch durch ihre nicht-Blüte, dass ich irgendetwas nicht richtig machte...
Aber mir widerstrebt es grundsätzlich, Dinge abzuschreiben, die eigentlich "noch am Leben" sind. Sonst wären sie und mein Pfennigbaum wohl auf dem Müll gelandet. Denn selbst meine Mitbwohnerin brachte ihre Orchideen regelmäßig zur Blüte, nur meine wollte nicht.

Nachdem ich die Orchidee mit ihren komischen Blättern und Wurzeln mit Ignoranz strafte (gegossen wurde trotzdem, allerdings wieder etwas unregelmäßiger) fiel mir irgendwann auf, dass aus dem Blätter-Stiel-Wurzel-Wirrwarr ein neuer Stiel wuchs.
Diesmal mit Knospen!
Endlich wieder Blüten!

Bis die Knospen sich dann geöffnet hatten ist noch eine ganze Weile vergangen, aber sie blüht auch jetzt noch (bereits seit ca 3 Wochen, trotz umtopfens und Kindl) und bildet noch eine weitere Knospe.

5.5.11 13:09
 


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